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| Donnerstag 01.01.2026 | 20:15 - 00:00
Vereinigte Staaten / Mexiko 1997
Der mittellose Künstler Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) gewinnt bei einem Pokerspiel sein Ticket für die Jungfernfahrt auf dem Luxusliner Titanic. Jack lernt auf dem Schiff per Zufall die unglückliche Oberdeck-Passagierin Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet) kennen. Rose soll auf Geheiss ihrer mittellos gewordenen Mutter Ruth (Frances Fisher) in Amerika den eitlen Millionenerben Cal Hockley (Billy Zane) heiraten. Jack rettet die lebensmüde Rose vor dem Sprung ins Wasser und wird dafür in der ersten Klasse zum Dinner eingeladen. Später retten sich die beiden vor der steifen Arroganz der Reichen an eine ausgelassene Party irischer Auswanderer im Zwischendeck. Rose lernt von Jack das Leben ausserhalb ihres goldenen Käfigs kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Bohemien. Schliesslich entscheidet sie sich, sich ihrer Mutter zu widersetzen und die Verlobung mit Cal aufzulösen. Doch die Titanic steuert schon auf die Katastrophe zu, die so vielen Menschen das Leben kosten wird: Der Vorsitzende der Schifffahrtsgesellschaft (Jonathan Hyde) will mit dem als unsinkbar geltenden Schiff unbedingt den Geschwindigkeitsrekord brechen, obwohl ihn der Kapitän (Bernard Hill) vor den riesigen Eisbergen warnt.
Regisseur James Cameron gelang es in seiner Riesenproduktion «Titanic», die berühmteste Schiffskatastrophe aller Zeiten mit einer melodramatischen Liebesgeschichte zu verbinden. Die Titanic, der grösste Luxusliner, der je gebaut worden war, galt als unsinkbar, doch der Untergang des Schiffs riss über 1500 Menschen in den Tod und erschütterte die Welt in ihrem Glauben an die Technik. Cameron tauchte selbst mit einer speziell entwickelten Kamera zum Wrack des Luxusdampfers und schoss Bilder, die er in sein Epos einbaute. Über «Titanic», den bis anhin teuersten Film aller Zeiten, brach selbst die berühmte Filmkritikerin Janet Maslin in Lobeshymnen aus: «Camerons grossartige 'Titanic' ist das erste Mammutwerk seit Jahrzehnten, das man mit 'Vom Winde verweht' vergleichen kann. Der Film ist ein gewaltiges, packendes Drei-ein-viertel-Stunden-Erlebnis, das die Zuschauer unfehlbar in die Schönheit und Tragik einer verlorenen Welt zieht.»
Der enorme Erfolg des Meisterwerks gab ihr Recht: «Titanic» brach alle Publikumsrekorde und lag bis vor einem Jahr einsam an der Spitze aller Kinocharts. (James Cameron hat sich 2009 mit seinem 3D-Abenteuer «Avatar» erneut den ersten Platz gesichert.) Das Epos «Titanic» wurde mit elf Oscars gekrönt, was bisher nur «Ben Hur» erreicht hatte. Jungstar Leonardo DiCaprio wurde dank des Films weltweit zum Teeniesschwarm – ein Image, dem er seither mit seiner Rollenwahl und politischem Engagement aber wieder entkommen ist. Zehn Jahre nach «Titanic» stand er wieder mit Kate Winslet vor der Kamera. In «Revolutionary Road» von Sam Mendes lieferten sich die beiden in der Verfilmung des Romans von Richard Yates eine Eheschlacht, in der sie alle Register ihres schauspielerischen Könnens ziehen konnten, und gleichzeitig den Beweis erbrachten, endgültig erwachsen geworden zu sein.