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| Samstag 07.02.2026 | 21:45 - 22:35
Deutschland 2021
Muss der 3000 Jahre alte Mythos des Trojanischen Pferdes umgeschrieben werden? Gibt es neue Erkenntnisse durch die Unterwasserarchäologie? Tauchgänge in die Tiefen des Mittelmeeres könnten weitere Hinweise bringen.
Der griechische Dichter Homer ist es, der die Geschichte des Trojanischen Krieges aufschreibt. Ein zermürbender Krieg, der zehn Jahre dauert. Griechen kämpfen gegen Trojaner. Die mächtige Stadt Troja bleibt standhaft, ihre Mauern scheinen undurchdringlich. Bis eine List den trojanischen Krieg beendet.
Ein gigantisches Holzpferd wird den Trojanern als Geschenk präsentiert. Im Bauch des Holzpferdes sitzen die besten Krieger der Griechen. Nichtsahnend ziehen die Trojaner das Pferd in ihre Stadt. Im Schutz der Dunkelheit schlüpfen die Griechen aus dem Pferd und öffnen ihren Kameraden die Tore. Das mächtige Troja geht in Flammen auf.
Homers Epos über den Fall Trojas ist erst viele Jahrhunderte nach dem tatsächlichen Untergang der Stadt geschrieben worden. Die Frage, welche Rolle der Autor bei der ursprünglichen Interpretation und Entstehung des Mythos hat, ist also zulässig.
Wann ist die Idee vom Trojanischen Pferd als Symbol für den griechischen Sieg tatsächlich entstanden? Handelt es sich hier um Fantasie, Verwechslung oder gar um antike Geschichtsfälschung?
Der italienische Unterwasserarchäologe Francesco Tiboni bringt archäologische Erkenntnisse zu Tage, die dabei helfen könnten, das 3000 Jahre alte Rätsel zu lösen. Die historischen Funde und Darstellungen sind ihm zu uneinheitlich, um zueinander zu passen. Tiboni bereist archäologische Schauplätze, beleuchtet konkurrierende Theorien über die Kriegslist der Griechen und das berühmt gewordene Ende des Trojanischen Krieges.