Mit einem Klick anmelden
| Montag 09.03.2026 | 13:15 - 13:55
Österreich 2007
Der Waldrapp ist vor 350 Jahren in den Alpen ausgestorben, heute kämpfen Biologen um seine Rückkehr. Ein Filmteam begleitet ihre Bemühungen um den Waldrapp mit der Kamera.
Das Experiment, Nachkommen von Waldrappen aus den letzten Rückzugsgebieten in Nordafrika in heimatlichen Gefilden freizulassen und ihnen beizubringen, wie ihre fernen Vorfahren im Winter nach Süden zu ziehen, ist ein Spektakel.
Jahr für Jahr fliegen Vogelzieheltern auf Leichtflugzeugen entlang der alten Zugrouten nach Süden und locken mit der Hand aufgezogene Jungvögel hinter sich her. Die verrückten Reisen zwischen Euphorie und Verzweiflung hatten 2007 den lang ersehnten Erfolg: Waldrappe, denen so der Weg in die Toskana gezeigt worden war, sind selbstständig in die Alpen hinauf und im Herbst wieder zurück nach Süden geflogen.
Ein Filmteam begleitete die Biologen bereits auf ihrer ersten Reise 2003. Das Update 2007 ist eine Bilanz der vergangenen Jahre. Vieles ist besser geworden, Abenteuer und ein wenig Chaos sind geblieben. Kameramann Klaus Achter war schon 2003 dabei und kennt das Wiederansiedlungsprojekt bestens, Regisseur Manfred Christ hat eine innige Beziehung zum Waldrapp, seit er 1979 als Praktikant im Innsbrucker Alpenzoo tätig war. Auf den Fluggeräten - motorisierten Gleitschirmen - wurden bis zu drei Kameras montiert, um das Erlebnis auch für die Zuschauer multivisuell nachvollziehbar zu machen.
Was den Film in jeder Sekunde spürbar ist, sind Emotionen: Unbändige Freude über kleine Erfolge, Niedergeschlagenheit und Resignation, wenn wieder einmal etwas nicht geklappt hat.