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Folge S2026
| Donnerstag 05.03.2026 | 22:45 - 23:15
Deutschland 2026
Die Themen der Sendung: Kunstdiebe: Sie werden immer dreister! Louvre, Grünes Gewölbe, Manching. Zuletzt waren immer öfter Kunstschätze in Museen Ziel von rabiat vorgehenden Einbrechern. Jetzt hat es auch den Münchner Künstler Flatz getroffen. In seinem Dachgarten-Atelier in München-Sendling wurde eingebrochen, eine Panzerglas-Vitrine zerschlagen und zwei wertvolle antike Schwerter gestohlen. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur. Das Vorgehen erinnert an den spektakulären Einbruch in das Kelten- und Römermuseum Manching. Dem obersten bayerischen Kunstfahnder, Christian Klein vom bayerischen Landeskriminalamt, gelang es zwar, die Täter zu überführen, aber bis heute bleibt ein Großteil des gestohlenen Kelten-Goldschatzes verschollen. Die Kunsthistorikerin Susanna Partsch beschäftigt sich seit Jahren mit der Geschichte solcher Kunstverbrechen. In Capriccio erklärt die Expertin, warum öffentliche Museen zuletzt so attraktive Ziele waren – und warum die Mona Lisa einen Teil ihrer Aura sogar einem Diebstahl verdankt. Takeo Ischi: japanischer Berufsjodler aus Reit im Winkl Takeo Ischi brachte sich in der japanischen Nachkriegszeit mit Schallplatten von Franzl Lang das Jodeln bei. Mit Mitte 20 kam er nach Deutschland – eigentlich, um Ingenieur zu werden. Doch statt Maschinenschlosser wurde er Berufsjodler. Nach einer unglaublichen Karriere in der Volksmusik-Szene ist der 1947 geborene Wahl-Reit-im-Winkler inzwischen auch ein YouTube-Phänomen. Vor allem die internationale Gaming-Szene feierte ihn für seine gejodelte Tetris-Titelmelodie. Emojis: neuzeitliche Hieroglyphen als Ausdruck von Silicon-Valley Ideologie? Täglich werden mehr als zehn Milliarden Emojis versendet, längst sind die neuzeitlichen Hieroglyphen Teil einer globalen Kommunikationskultur. Was offiziell Emoji wird, darüber entscheidet das "Unicode-Konsortium" mit Sitz in Kalifornien. Die kleinen Bildzeichen wirken oft harmlos, doch mit ihnen sickern nebenbei auch libertäre Ideologien des Silicon Valley in unsere Alltagskommunikation ein, kritisiert der Publizist Holm Friebe. Die Emoji-Welt sei eine flauschige, kalifornische Hygge-Welt, geprägt vom Blick durch die Brille einer internationalen Management-Klasse, in der staatliches Gemeinwesen vor allem privatem Glück und Profit dienen soll. Friebe macht diese bildanalytische Diagnose vor allem daran fest, welche großen Leerstellen es im Gesamtkonvolut von rund 3.900 offiziellen Emojis gibt. "Spione unter uns": Warum sich ein US-Dokumentarfilm-Duo für die Stasi interessiert Peter Keup war Turniertänzer in der DDR, wollte raus, wurde verhaftet, dann freigekauft. Nachdem er erfuhr, dass sein Bruder ihn für die Stasi bespitzelte, studierte er Geschichte und forscht heute zum DDR-Unrecht. Die US-amerikanischen Dokumentarfilmer Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman erzählen nun seine Geschichte. Sie verstehen ihren Film als dringliche Warnung angesichts einer gerade immer totaler werdenden digitalen Überwachung der Bevölkerung in den USA.