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| Montag 13.04.2026 | 23:05 - 00:35
Deutschland 2026
Dokumentarfilm Deutschland 2026 Am 26. April 1986 explodiert Block 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl. Es ist der erste Super-GAU. Niemand ist vorbereitet auf diesen Alptraum, der sich mitten im Kalten Krieg ereignet. Das Sowjetsystem vertuscht und spielt auf Zeit, versucht mit Feuerwehrleuten und Soldaten den größten anzunehmenden Unfall unter Kontrolle zu bringen. Eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus, es droht ein Fallout. Die tödliche Gefahr einer Verseuchung können die Menschen nicht sehen, nicht fühlen, nicht schmecken, nicht riechen, doch die Geigerzähler schlagen aus. Politiker und Experten werden zu Getriebenen angesichts des Ernsts der Lage. In der DDR wird nach dem Willen der Parteiführung systematisch verharmlost, in der Bundesrepublik dagegen auf allen Kanälen berichtet. Ein junger hessischer Umweltminister von den Grünen fordert den Atomausstieg und legt sich mit dem Bundeskanzler an. Unmittelbar zu erleben sind politische Akteure und Experten, denen die Zeit davonläuft, Menschen, die ihre Angst zeigen, und entschlossene Männer und Frauen, die sich in Lebensgefahr begeben, um den Unfall-Reaktor zu dekontaminieren.
"Tschernobyl 86" erzählt mit Originalmaterial aus dem Jahr 1986, wie sich die Ereignisse überschlagen und wie eine ungeahnte Angst vor dem unbekannten Schrecken eine schier ungebremste Dynamik entfacht.
Film von Volker Heise | Erstsendung: 13.04.2026 (Das Erste).
Hörtipp: