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| Samstag 18.04.2026 | 00:40 - 02:20
Frankreich 2023
In ihrem Roman „Orlando – Eine Biografie“ (1928) erzählt Virginia Woolf die Geschichte der wundersamen Verwandlung des jungen Adeligen Orlando, der eines Tages nach einem langen Schlaf als Frau erwacht. Die fiktive Biografie Orlandos umfasst nahezu vier mit Gesellschaftskritik gespickte Jahrhunderte und verhandelt dabei, wie Identitäten und Lebensentwürfe sich auflösen, wandeln und zu etwas ganz Eigenem werden können. 100 Jahre später wendet sich der spanische Philosoph und Queer-Theoretiker Paul B. Preciado mit seinem filmischen Brief „Orlando, meine politische Biografie“ an Virginia Woolf, um ihr die Orlandos von heute vorzustellen. Denn ihre Romanfigur ist längst Realität geworden. Für seinen bei der diesjährigen Berlinale mit dem queeren Teddy Award preisgekrönten Film hat Preciado 27 trans- und nichtbinäre Personen zwischen acht und 75 Jahren gebeten, Orlando zu spielen und dabei ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Originaltitel: Orlando, ma biographie politique