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| Montag 20.04.2026 | 19:10 - 19:15
Deutschland 2008
Bereits in der Antike wurde der Schwarze Holunder als wertvolle Heilpflanze gepriesen. Und seit frühester Zeit ist er ein Nahrungsmittel der Menschen. Bei archäologischen Ausgrabungen aus der Stein-, Bronze- oder Eisenzeit fand man bei Nahrungsmittelresten immer wieder auch Holunder.
Aus der Nähe betrachtet offenbart der Holunder seine ganze Schönheit. Hätten Sie gedacht, dass diese wunderschöne Blüte zum "schnöden" Holler gehört? Und er hat noch mehr zu bieten ...
Bis ins vorige Jahrhundert galt der Schwarze Holunder als so etwas wie die Medizinkiste des Landes - und das nicht ohne Grund: Seine Einsatzgebiete sind vielfältig. Der Tee aus den Blüten wird für Schwitzkuren verwendet. Schwarze Holunder schützt das Immunsystem und gilt als wirkungsvolles Mittel zur Blutreinigung. Er hat einen hohen Mineralstoff- und einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt.
Auch in der Welt der Sagen und Märchen kommt der Schwarze Holunder vor. Er gilt als Lieblingsbusch der Göttin Holla. Sie wurde bei den Germanen als Göttin verehrt, die Pflanzen und Menschen beschützt. Im Märchen der Gebrüder Grimm begegnet uns übrigens Holla wieder als Frau Holle, die die duftig weißen Federbetten schüttelt.