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Folge S2026
| Donnerstag 07.05.2026 | 22:45 - 23:15
Deutschland 2026
Die Themen der Sendung: Ein Tempel für Europa mitten in der Oberpfalz: die Glyptothek Etsdorf Die wahren europäischen Visionäre leben in der Oberpfalz! Seit 25 Jahren ringt man in Etsdorf um ein Denkmal für die europäische Idee und Verständigung. Nun wird die Vision endlich Wirklichkeit. "Capriccio" begleitet die letzten Schritte und Herausforderungen kurz vor der Eröffnung der Glyptothek Etsdorf am 9. Mai und rekonstruiert die schwierige Genese des Projekts: bürokratische Widerstände, finanzielle Hürden und skeptische Stimmen – immer wieder gab es massive Rückschläge. Dass dieser "Tempel für Europa" nun tatsächlich steht, ist ein Sieg der Beharrlichkeit und der Zuversicht, in einer Zeit, in der Europa durch den destruktiven Kampf der Großmächte massiv unter Druck gerät. "Finding Connection": Wenn Mensch und KI eine Beziehung führen Nachrichten an einen Chatbot, spät in der Nacht. Antworten, die verstehen, trösten, Nähe spenden. Der Dokumentarfilm "Finding Connection" begleitet vier Menschen, die Beziehungen mit KI-Chatbots führen. Mit viel Sensibilität beobachtet Regisseur Florian Karner diese emotionalen Bindungen, die Intimität im Zeitalter künstlicher Intelligenz und macht sichtbar, dass dahinter ein zutiefst menschliches Bedürfnis steht: die Sehnsucht nach Verbundenheit in einer zunehmend einsamen Welt. Königin der Subkultur: Polina Lapkovskaja Sie ist eine der umtriebigsten, am wenigsten angepassten Künstlerinnen Münchens: Polly Lapkovskaja, Frontfrau der Band Pollyester, Performance-Künstlerin, Theatermusikerin. Never stand still! 1982 in Minsk geboren, kommt sie mit elf Jahren nach München in eine fremde Welt, studiert Jazz-Kontrabass und entscheidet sich dann doch lieber für den Underground. Ihre Kunst steckt voller Brüche: unbequem und verspielt, voller Verletzungen und zugleich mutigem Aufbegehren. Jetzt erscheint ihr neues Album! Georg Baselitz: eine ungewöhnliche Begegnung Die Aufgabe der Kunst sollte Widerspruch sein, hat Georg Baselitz einmal gesagt. Er war einer der unbequemsten und bekanntesten Künstler der Gegenwart. Die letzten 20 Jahre hat er am Ammersee gelebt. Nun ist er im Alter von 88 Jahren gestorben. "Capriccio" will nicht andere über ihn sprechen lassen, sondern ihm noch einmal selbst begegnen. 2014 durfte "Capriccio" ihn beim Aufbau seiner Ausstellung im Haus der Kunst begleiten, eine eindrückliche, berührende Begegnung.