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| Donnerstag 11.06.2026 | 21:00 - 21:45
Gab es im Rahmen des Projekts "Stuttgart 21" eine verhängnisvolle Fehlerkette bei der Deutschen Bahn? Insider sprechen davon, dass mehr als 1.000 Kilometer Kabel und Kabelschächte falsch verlegt wurden. Davon müsse der allergrößte Teil ausgetauscht werden, um den neuen Bahnknoten betriebsfähig zu machen. Auch deswegen verschiebe sich die Eröffnung von "Stuttgart 21" bis voraussichtlich frühestens Dezember 2031. – Was lief schief? Weil die Deutsche Bahn versäumt hat, den Güterverkehr in Sachen digitaler Technik (ETCS / European Train Control System) rechtzeitig zu integrieren, musste sie laut einem Bahn-Experten 45 Millionen Euro für eine doppelte Signalausstattung ausgeben. Dies wiederum habe die Bahn in Zugzwang gebracht. Sie habe Kabel verlegen lassen, ohne zu überprüfen, ob es die richtigen sind. – Eröffnung wohl frühestens in fünf Jahren – Da "Stuttgart 21" ohne die moderne Signaltechnik ETCS nicht betriebsfähig ist, ist eine Eröffnung nach Recherchen des SWR wohl frühestens erst im Dezember 2031 möglich - also in fünf Jahren. Die Kosten für "Stuttgart 21" belaufen sich offiziell auf 11,5 Milliarden Euro. Rechnet man die Folgeprojekte dazu, kommt man nach SWR-Recherchen auf rund 25 Milliarden Euro. – Die Bahn möchte dazu aktuell keine Stellung nehmen und verweist auf eine Pressekonferenz noch im Juni diesen Jahres.