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| Mittwoch 12.08.2026 | 02:30 - 03:15
Österreich 2017
Die neue ORF-III-Dokumentation wirft einen Blick auf historische Beispiele von Desinformation in Österreich. Spätestens seit der Amtszeit des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ist die Bezeichnung "Fake News" den meisten Menschen ein Begriff. Absichtlich gestreute Desinformation wurde aber schon lange vor Trump von Menschen in Machtpositionen für sich genutzt. Ein Blick in das vergangene Jahrhundert zeigt, dass es bereits zahlreiche gezielte Versuche gab, die Bevölkerung zu täuschen. Um die Jahrhundertwende erwiesen sich schon die Berater des Kaiserhauses kreativ im Umgang mit der Verschleierung des Selbstmordes von Kronprinzen Rudolf und dessen Mord an seiner Geliebten Mary Vetsera- es war eine der größten Desinformations-Kampagnen der österreichischen Geschichte. Als 1933 Dollfuß das Parlament ausschaltete und die Pressefreiheit einschränkte, sahen sich die österreichischen Nationalsozialisten ihrer Möglichkeit beraubt durch Neuwahlen an die Macht zu kommen. Im Zuge eines Putschversuchs wird der Radiosender Ravag gestürmt und die Presse wurde abermals zur Zielscheibe.Auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg gab es unterschiedliche Möglichkeiten die Presse für "fremde Mächte" zu benutzen. Um eine Zeitung herauszubringen, mussten die Besatzungsmächte um Erlaubnis gefragt werden, Papier gab es ohne Zustimmung der Alliierten keines und die Journalistenszene wurde nach emporstrebenden kooperationswilligen Personen ausgesiebt. Anhand von historischen Ereignissen und eindrücklichen Fällen analysiert die neue ORF-III-Dokumentation "Zwischen Lüge und Wahrheit" die grundlegenden Mechanismen der Meinungsmanipulation und zeigt, dass Desinformation ein schon langes bestehendes Phänomen darstellt.
Moderator: Miguel Herz-Kestranek