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Folge S02E01
| Donnerstag 03.09.2026 | 20:15 - 21:00
Deutschland 2015
Die Danakil-Wüste im Nordosten Äthiopiens ist die heißeste Region der Welt, an manchen Tagen beträgt die Bodentemperatur hier mehr als 60 Grad Celsius. Seit Jahrhunderten ist dieser Ort die Heimat des Afar-Volks. Sein Leben in der Danakil-Wüste ist rau und ungemütlich. Die Afar sind Halbnomaden und hausen in einfachen Zelthütten. Ihre wenigen Dörfer liegen kilometerweit auseinander. Noch viel weiter entfernt ist meist die nächste Schule.
Bildung ist die einzige Hoffnung auf besseres Leben
Kamele, Ziegen und Schafe sind der wertvollste Besitz der Afar. Die Versorgung der Tiere steht für sie an erster Stelle. Obwohl in Äthiopien offiziell Schulpflicht herrscht, schicken viele ihre Kinder gar nicht oder erst sehr spät zur Schule, denn jede helfende Hand wird gebraucht. Trotzdem wollen mittlerweile immer mehr Afar, dass ihr Nachwuchs Lesen und Schreiben lernt, denn Bildung ist für sie die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben.
Ein Marsch quer durch die Wüste
Dafür nehmen die Kinder viel in Kauf: Die Schülerinnen und Schüler laufen jeden Tag quer durch die Wüste, bis zu 15 Kilometer weit. Schon der Hinweg ist ein täglicher Kampf gegen Hitze und Durst. Zu Fuß wandern sie durch scheinbar endlose Weiten, in denen es immer heißer wird. Etwas zu trinken gibt es auf dem stundenlangen Marsch nur in den seltensten Fällen.
Doch nicht nur Sonne und Durst machen den Schulweg so gefährlich, in den plötzlich aufkommenden Sandstürmen verirren sich immer wieder Kinder. Nach dem Unterricht wird es noch einmal besonders hart: Wenn die Schülerinnen und Schüler ihren Rückweg antreten, misst das Thermometer bis zu 50 Grad.