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| Freitag 11.09.2026 | 18:45 - 19:15
Deutschland 2025
1963 entdeckte der Astronom Maarten Schmidt den Quasar 3C273 – ein winziges, aber unvorstellbar helles Objekt, das eine ganze Galaxie um sich herumschleudert. In seinem Zentrum: ein supermassives Schwarzes Loch, das als größte Energiequelle des Universums gilt. "Wir reden hier über die allergrößte Energiequelle, die wir kennen", sagt Dr. Sarah Bosman, Kosmologin am Max-Planck-Institut für Astronomie. Könnten wir ein kleines Schwarzes Loch "erzeugen und isolieren, würde es die Erde für 150 Millionen Jahre mit Strom versorgen." – Klingt fantastisch und abwegig zugleich, trotzdem, wie realistisch ist diese Vision? Seit über 50 Jahren gibt es Theorien, wie man Schwarze Löcher anzapfen könnte: durch das Abbremsen ihrer Rotation, das Nutzen der Hitze ihrer Plasmascheiben oder das Abfangen ihrer gewaltigen Energiesäulen. Klingt nach Science-Fiction – doch vor knapp hundert Jahren galt auch die Kernspaltung als unmöglich. – Doch was, wenn wir dieser Energiequelle gefährlich nah kommen? Im Frühjahr 2025 sorgten Schlagzeilen wie "Physiker erzeugt Schwarze-Loch-Bombe" für Aufsehen. Stehen wir kurz davor, das größte – und riskanteste – Energiepotenzial des Universums zu entfesseln?