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Folge S03E05
| Freitag 16.10.2026 | 19:30 - 20:00
Deutschland 2024
"Raufgehn zum Runterkemma" - das ist das Motto auf der Tannenhütte in Garmisch-Partenkirchen. Auch Marcus macht sich auf den Weg hinauf an die Südhänge des Wank und merkt schnell: Auf der auf 960 Metern gelegenen Hütte gelangt man zu einem Ort, der bewusst zum Abschalten einlädt - mit Blick auf das Wettersteinmassiv von der Dreitorspitze bis zur Zugspitze. Gastgeberin ist Anna, die schon als Kind davon geträumt hat, eine Hütte zu betreiben. Sie führt diese Hütte, die immer noch relativ neu anmutet, weil sie eine ältere Hütte, die Gamshütte, ersetzt, die vor über 26 Jahren abbrannte. "Tannenhütte" - so heißt das neue Gebäude, weil es ganz aus heimischem Tannenholz gebaut ist. Anna und ihr Team gestalten den Aufenthaltsraum mit vielen liebevollen Details und garnieren ihre Speisen mit frischen Kräutern aus eigenem Anbau. Eine Besonderheit ist, dass viele glutenfreie Speisen angeboten werden, speziell für Menschen, die eine Unverträglichkeit haben. Ebenso gibt es einen geländegängigen Rollstuhl, mit dem man barrierefrei auf die Hütte gelangen kann. Auf dem großen Spielplatz mit Schaukel, Rutschen, Seilbahn und Kugelbahn können Kinder sich austoben, während die Erwachsenen auf der Terrasse den atemberaubenden Bergblick genießen. Sitzgelegenheiten gibt es jede Menge, wobei eine der Bänke dringend repariert werden muss. Marcus hilft mit und im Handumdrehen ist die neue Sitzfläche hergerichtet. Wer mag, kann nun wieder drauf Platz nehmen und die Landschaft über Garmisch-Partenkirchen genießen - ganz nach dem Motto "Raufgehn zum Runterkemma". Kondition braucht Marcus für seine nächste Tour: Weit oben im Naturschutzgebiet der Allgäuer Hochalpen liegt die Rappenseehütte auf 2.091 Metern, eingerahmt von Bergwiesen und schroffen Gipfeln, wie dem Biberkopf oder Rappenseekopf. Für viele Bergfreaks ist sie ein Etappenziel, für andere der Ausgangspunkt für Touren am Allgäuer Hauptkamm, bekannt auch als Startpunkt für den Alpenüberquerungsweg E5 von Oberstdorf nach Meran. In jedem Fall braucht es Trittsicherheit und Bergerfahrung, um es hierher zu schaffen. Die Hütte wurde 1885 erbaut und gilt heute als größte Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins. Trotzdem hat sie ihren gemütlichen Charakter bewahrt - wie das geht, schaut Marcus sich genauer an. Dazu trifft er die neuen Wirtsleute Tine und Dominik, die die Hütte in diesem Frühjahr übernommen haben. Da sie zuvor schon die Schwarzwasserhütte betrieben haben, sind sie keine Unbekannten mehr im Allgäu und erst recht nicht unerfahren: "Mit zwei Jahren stand ich auf Ski. Mit sechs nahm mich mein Opa mit auf den Mindelheimer Klettersteig", erinnert sich Dominik. Es folgt eine alpinistische Bilderbuchkarriere zum Berg- und Skiführer, später erobert er die Seven Summits und das Dach der Welt. Mittlerweile haben er und Tine sich auf der Rappenseehütte eingelebt und führen Marcus durch die weitläufigen Gebäude.